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Freitag 29 August 2008
Stadt von Sant Lluís, Menorca![]() ![]() ![]() Der Graf Lannion, der französische Gouverneur, der bei den Menorquinern sehr beliebt war, gründete diesen Ort mit seinen geradlinigen Straßen. Die achtzehn Häuserblocks, die man damals in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts geplant hatte, wurden vor kurzem noch erweitert, da der Tourismus zu einer der wichtigsten Einnahmequellen in dieser Region wurde. Sant Lluís und Ciutadella sind die beiden Städte, in denen das Wachstum im Tourismussektor am stärksten war. Auf einer Aquarell- und Bleistiftzeichnung des Malers Giuseppe Chiesa, dessen Bilder eine hervorragende Chronik der Epoche darstellen, kann man erkennen, dass die Kirche und der Obelisk auf dem Pla de sa Creu noch vor den Häusern gebaut wurden, die sie umgeben. Die Franzosen wollten hier außer Wohnraum für die Truppen auch einen organisatorischen Kern für eine weite Region schaffen, die landwirtschaftlich genutzt wurde und ziemlich stark besiedelt war. Deshalb suchten sie zwischen den bereits existierenden Gehöften ein freies Territorium aus, das so zentral wie möglich liegen sollte. Die neoklassische Kirche fällt auch heute noch auf, obwohl sie inmitten der zweistöckigen Häuser steht, an ihrem Giebel befindet sich eine deutlich erkennbare Widmung, welche die Absicht bestätigt, Saint Louis, den König der Franzosen, zu ehren. In der Gründungszeit wurde auch die Mühle errichtet, die eines der charakteristischsten Bauwerke des Ortes ist. Bis heute haben sich zwei Türme alter Mühlen erhalten und ein pou de torn (Drehbrunnen), der von den Anwohnern der Straße Conde de Lannion benutzt wurde. Ein Spaziergang durch die Gehöfte in der Umgebung des Dorfes (Es Pou Nou, Torret, S’Ullestrar…) ist sehr empfehlenswert. Sie sind typische Beispiele für die ländliche Architektur Menorcas. Ein großer Teil dieser Gebäude wurde zu Wohnzwecken umgebaut und die neuen Besitzer haben sie originalgetreu restauriert. Außer den beliebtesten Buchten, die auf den nächsten Seiten beschrieben werden, gibt es noch andere Orte an der Küste, wo man sich baden und sonnen kann, zum Beispiel die Buchten Biniparratx und Binidalí. In einigen Buchten können Boote sehr gut anlegen, in anderen wiederum gibt es keinen Sandstrand, sondern nur Felsen wie in Cap d’en Font, aber auch diese werden gerne besucht, da das Wasser dort besonders klar und transparent ist. Auf den Seiten 46 und 47 wurden die Routen durch die östliche Region – nordöstliche Zone – dargestellt, und im folgenden gehen wir auf die Routen an der Südküste ein, welche die gesamte Küste von Sant Lluís und Es Castell umfasst. Falls Sie in Maó losfahren, geht es in Richtung Sant Climent. Folgen Sie der gleichen Landstraße, von der die Abzweigung zum Flughafen abgeht und die in Cala’n Porter endet. Von Sant Climent aus geht die erste Etappe durch den Südosten zur Cala Canutells und der Umgebung, für die man sich etwas Zeit lassen sollte, und dann nach Binidalí. Hier befindet sich eine wundervoller Aussichtspunkt über die Steilküste. Diese Bucht und die Nachbarbucht Biniparratx sind die geschätztesten Buchten an diesem Teil der Küste. Ab dem Cap d’en Font wird die Steilküste weicher und langsam niedriger. Über die Wege zu den Siedlungen kommt man in die Buchten Binissafúller, Binibéquer (die größte der drei) und Biniancolla, hier finden Sie überall Strandbars oder Restaurants in der Nähe. Vor der zweiten Bucht liegt die einzigartige Siedlung Binibeca Vell. Der letzte Strand an diesem Küstenabschnitt ist Punta Prima gegenüber der Insel Illa de l’Aire, mit seinem Leuchtturm und einer Kolonie schwarzer Eidechsen. Im Gebiet von Sant Lluís können Sie Cala Alcalfar und S’Algar besuchen, wenn Sie von der Landstraße zwischen Punta Prima und dem Dorf abfahren. Bevor Sie nach Maó zurückkehren, besuchen Sie noch die Bucht Cala Sant Esteve mit der Festung Malborough und Es Castell, in der Dämmerung ist es in Cales Fonts ganz besonders schön. Die Rückkehr von Sant Lluís nach Es Castell sollte über die Landstraße erfolgen, die an dem Gehöft Trebalúger vorbeiführt, so sehen Sie auch noch einen anderen Landschaftstyp. ![]() |