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Freitag 29 August 2008
Stadt von Es Castell, Menorca![]() ![]() ![]() Während der zweiten Besetzung der Insel durch die Briten wurde beschlossen, die Einwohner von S’Arraval Nova (die Siedlung am Castell de Sant Felip) umzusiedeln. Die Straßen von Es Castell, das zunächst Georgetown getauft wurde, entstanden um den Waffenplatz herum, der heute S’Esplanada genannt wird. In diesem Stadtzentrum zeugen die Kasernen immer noch von dem militärischen Ursprung des Ortes, auch wenn sie jetzt zu anderen Zwecken benutzt werden. Was einst von englischen Ingenieuren erbaut wurde, ist heute der Sitz des Militärmuseums. Die Monotonie der großen weißen Gebäude der Militärarchitektur wird durch das rot gestrichene Rathaus unterbrochen, das einen Turm hat, der die Fassade überragt. Dieses Gebäude hat einen interessanten kleinen Platz im Inneren, die Räume um diesen Platz waren einst Fleischmarkt und Kindergarten, bis sie wieder zu Büros der Verwaltung wurden. Schon die Lage der Pfarrkirche Roser, die sich am Rande des Stadtkerns befindet, verrät, welche Präferenzen die Erbauer dieses Ortes gesetzt hatten. Mit dem Bau der neoklassischen Kirche wurde im Jahr 1777 begonnen, aber im Inneren befindet sich ein wesentlich älteres Retabel aus Stein. In den letzten Jahren hat man sich in Es Castell im Rahmen von öffentlichen Baumaßnahmen deutlich darum bemüht, die am Meer gelegenen Zonen, die in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hatten, zu restaurieren und ins Stadtbild einzugliedern, Beispiele dafür sind Moll d’en Pons, Cala Corb und Moll de l’Hospital. Dies nähert das Stadtbild wieder an die ursprüngliche Planung an, in der die wichtigsten Straßen zur Küste hin verliefen und die Einfamilienhäuser, von denen noch viele erhalten sind, einen großen Garten mit Blick auf das innere Meer im Hafen von Maó hatten. Die wichtigste “Fassade zum Meer hin” war bisher Cales Fonts, und so wird dies auch sicher bleiben. Der alte Fischerkai war einer der ersten Orte, der sich aufgrund des Tourismus veränderte. Bars und Restaurants befinden sich in den Höhlen, die einst Lager und Zufluchtsstätten waren, und ihre Terrassen haben sich dort ausgebreitet, wo einst die Netze repariert wurden. Im Sommer herrscht ein lustiges Treiben, und dies hat auch nicht nachgelassen, als andere Orte in der Stadt in Mode kamen. Die kleine Cala Pedrera, eine Bucht fast ohne Sand, die sich zwischen den Siedlungen Santa Ana und Sol del Este befindet, und auch die Cala Corb, die sich bis tief in die Siedlung zieht, sind keine bemerkenswerte Konkurrenz. Aber die Verbesserung all dieser Buchten würde auch erheblich zu einem schöneren Stadtbild beitragen. ![]() |